Marktinfos stand 10.08.10
(Achtung! Informationen sind nur begrenzt gültig und ist Marktmeinung der Firma Lennards GmbH)
Getreide: (verfasst 10.08.10)
Am Freitag kam es an den Börsen zu Gewinnmitnahmen. Der Preis fiel um 14,-€ gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag. Vom Höchststand bis zum Schlusskurs am Freitag waren es sogar 27,-€. Der Rückgang setzte sich am Montag vormittag fort. Aus diesem Grunde zogen sich die Käufer zurück. Es war am kompletten Montag nicht möglich einen Käufer für Ware zu finden. Am Montag nachmittag stabilisierte sich die Börse wieder etwas. Trotzdem fand am Montag kein Handel statt.
Getreide: (verfasst 05.08.10)
Aufgrund der aktuellen Preissituation war es uns in den letzten Tagen nicht möglich einen Preis zu finden. Die Preise variieren je nach Geschäft so gravierend hoch und runter, dass ein richtiger Preis nicht zu fassen ist. Die Märkte steigen aufgrund der Spekulationen, ob im Herbst noch eine Einsaat von Weizen in Russland möglich ist, stetig an. Die Spekulanten kennen anscheinend keine anderen Rohstoffe mehr, als Weizen. Sie wollen alle noch auf den fahrenden Zug aufspringen, aber wehe wenn er anhält...
Getreide: (verfasst 26.07.10)
In Europa stiegen die Weizenpreise bis Ende letzter Woche stetig an. Darüber wundern sich Analysten in den USA. Sie glauben, dass die Preise an den Börsen hoch getrieben worden sind und verweisen auf die sehr hohen Weizenbestände von ca. 200 Mio Tonnen zum Ende des Wirtschaftsjahres 2009/2010. Diese Mengen fangen die Rückgänge durch Trockenheit in anderen Ländern auf, so dass selbst bei einem Abbau der weltweiten Weizenvorräte noch genug Versorgung besteht. Normalerweise gibt es einen Jahresverbraucht von ca. 175 Mio Tonnen. Selbst bei einem Minus von 25 Mio Tonnen wäre noch genug Ware verfügbar. Frankreich hat bereits ca. 40% des Weizen geerntet. Man kann bereits jetzt von sehr guter Qualität sprechen und auch die Mengen liegen entgegen der Erwartungen im normalen Durchschnitt.
Heute Vormittag drehten die Preise an der Börse Chigago und auch an der MATIF Paris wieder ins Negative. Sind dies schon die erwarteten Preisrückgänge?
Getreide: (verfasst 19.07.10)
Nach den rasanten Kursanstiegen an den Börsen, welche durch Spekulanten und Fonds verursacht wurde, kam es am Freitag zu einem umfangreichen Verkauf von Ware und damit zu einer Rückläufigkeit der Preise bei allen Produkten. Am physischen Markt ist man sehr verunsichert und zurückhaltend, da die Preise sich unruhig verhalten. Man wartet jetzt auf die Weizenernte um einen besseren Überblick über Mengen und Qualität zu bekommen.
Rapssaat:(verfasst 19.07.10)
Bei Rapssaat gab es am Freitag durch größere Verkäufe starke Preisrückgänge. Auch hier wartet man auf die Ernte um bessere Aussagen treffen zu können.
Düngemittel: (verfasst 01.07.10)
Die Düngemittelpreise sind weiterhin sehr fest, da es wenig Dünger auf dem Markt zu kaufen gibt.
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Getreide: (verfasst 06.07.10)
Durch die Trockenheit in ganz Europa, glauben Spekulanten und Fondsgesellschaften an den Börsen das große Geld zu verdienen. Sie kaufen alles was sie kriegen können und treiben damit die Preise nach oben. Es bleibt abzuwarten ob das Hoch nicht nach der Ernte wieder wie ein Kartenhaus zusammen fällt.
Getreide: (verfasst 01.07.10)
Nach dem gestern veröffentlichtem USDA-Bericht wurde die Anbaufläche für Mais niedriger angegeben. Durch diese Vorgaben und durch die derzeitige Witterung wurden bei den Spekulanten Befürchtungen ausgelöst, dass es doch zu einer schlechteren Getreideernte kommen könnte, als ursprünglich geschätzt. Daraufhin kam es an den Börsen zu Kursanstiegen. Der physische Markt reagiert darauf mit Kaufzurückhaltung auf beiden Seiten.
Rapssaat:(verfasst 01.07.10)
Die Rapspreise notierten leicht fester. Es ist im Moment nicht mit größeren Sprüngen, herauf oder herunter, zu rechnen, da auch für die Ölmühle das Preisniveau gegenüber Soja eine Rolle spielt.
Düngemittel: (verfasst 01.07.10)
Unsere Vermutung vom 21.06.2010 hat sich bestätigt (niedrigere Lagerbestände). Alle erwarteten niedrigere Einlagerungskonditionen, das Gegenteil ist der Fall. Durch die rege Nachfrage des Handels, sind die Preise an einem Tag schon um 7,50€ im Vergleich zur vorherigen Woche gestiegen. Erreichen wir etwa wieder ein Preisnieveau von 2008? Die Vorraussetzungen sind die gleichen wie vor 2 Jahren.
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Getreide: (verfasst 21.06.10)
Wüchsiges Wetter lässt in weiten Teilen Europas eine gute Ernte erwarten, was kurzfristig wenig Spielraum für einen Preisanstieg lässt. Der schwache Euro ermöglicht uns allerdings einen guten Weizenexport, so dass dadurch die Preise doch einen Anstieg verzeichnen könnten. Es stellt sich die Frage, wie lange die US-Amerikaner zulassen, dass Europäer selbst an alt US-amerikanische traditionelle Kunden europäische Ware verkaufen. Es bleibt für den US-Amerikaner nur die Möglichkeit den Euro zu stützen oder die Verkäufe zu subventionieren.
Da o.g. Märkte nicht zu übersehen sind und wenn das Wetter mitspielt, wächst die dritt-größte Ernte seid "Menschen-Gedenken" heran. Dazu ist währungsbedingt jetzt ein besserer Preis als letztes Jahr zu erzielen. Deshalb ist es ratsam nicht alles auf eine Karte zu setzen und sich schon jetzt von 25-30% der Ware zu verschieden festgelegten Terminen zu trennen.
Rapssaat:(verfasst 21.06.10)
Die Rapspreise ziehen täglich weiter an. Grund dafür sind Meldungen von Überschwemmungen in Canada und größere Auswinterungsschäden in der Ukraine; aber auch nicht zuletzt das vermutliche Umdenken der Amerikaner von mineralischen Öl zu pflanzlichem Öl, aufgrund der Schäden der Ölpest. Aber auch hier wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die Ölmühlen sind nicht bereit, noch höhere Preis zu akzeptieren, da sich dann das Pressen von z.B. Soja oder anderen Ölpflanzen im Gegensatz zum Raps wieder lohnt. Darum sollte man auch hier Verkaufs-Kontrakte nutzen um sich die hohen Preise zu sichern.
Sojaschrot: (verfasst 21.06.10)
Sojaschrot wird momentan reichlicher angeboten, so dass die Preise eigentlich stark nach unten gehen müssten. Durch den schwachen Euro wird allerdings ca. 40,-€/to währungsbedingt mehr gezahlt. Mittelfristig glauben Experten aber, dass sich der Euro etwas stabilisiert, das Angebot noch größer wird und man dadurch in der Lage ist Ende Juli, Anfang August noch gute Einkäufe bzw. angemessene Kontrakte abschließen zu können.
Rapsschrot: (verfasst 21.06.10)
Alterntiges Rapsschrot ist so gut wie geräumt. Da man Rapsschrot nur noch aus zweiter Hand erhält und nicht als Direktkauf von den Ölmühlen, steigen die Preise unaufhaltsam. Mit ein Grund dafür ist auch der Ausfall der Mühle "Bunge" in Mannheim. Die ständig steigenden Rapssaatpreise lassen leider auch für die Zukunft keine günstigen Preise für Rapsschrote erwarten. Wer keine Kontrakte abgeschlossen hat, sollte im Moment seinen kurzfristigen Bedarf an Tagespreisen decken, in der Erwartung, dass nach der Rapsernte doch noch Entspannungen eintreten könnten.
=> Wenn man sich diese Entwicklung der Soja- und Rapsschrot-Preise anschaut, bestätigt sich die Abgabe unsere Kaufempfehlung von Mitte April 2010. Wer zu diesem Zeitpunkt Kontrakte abgeschlossen hat, überbrückt dieses Hoch mit Preisvorteilen zwischen 50€ und 60€/to.
Düngemittel: (verfasst 21.06.10)
Düngerverkäufe beschränken sich momentan auf Grünlandregionen. Der Handel wartet auf neue Einlagerungskonditionen für die Saison 2010/2011. In den Warenlägern der Düngemittelindustrie werden ca. 350tsd KAS vermutet. Normalerweise liegen hier zum jetzigen Zeitpunkt um die 1Mio Tonnen. Das zeigt, dass die Preise das Niveau von vorherigem Jahr nicht erreichen werden. Da Düngemittel sehr stark am Dollar gebunden sind, besteht hier die gleiche Problematik wie beim Einkauf von Schroten. Eine Verteuerung ist somit vorprogrammiert. Das Niveau wir vorraussichtlich 30-40€/to höher liegen, als im Jahr 2009.
Für Fragen oder weitere Informationen
Wohin gehen die Rohwarenpreise??? (Stand Mai2010)
Wie geht es weiter? Diese Frage beschäftigt jeden von uns.
Soja:
Bei den langfristigen Kontrakten kam es aufgrund der teuren Preise zu einem allgemeinen Rückgang. Die Mischfutterindustrie/ Landwirte waren nur bereit für 3-6 Monate im Voraus Ware einzukaufen. Dadurch verminderte sich der Im-und Export. Es floss nur die Ware, die kontraktlich gebunden ist. Im Einkauf sind die Produkte für Tagesfuhren wenig verfügbar oder sehr teuer, seid Anfang 2010.
Argentinien rechnet mit 53,9 Mio. Tonnen Sojabohnen (67 % geerntet) nach 32
Mio. Tonnen aus 2008 / 2009. Brasilien 67,2 Mio. Tonnen Sojabohnen (98 %
geerntet) nach 57 Mio. Tonnen aus 2008 / 2009.
Die Sojaernte in Südamerika endet zum jetzigen Zeitpunkt. Bis jetzt hat es noch nie solch eine Rekordernte auf dem Markt gegeben, wie diese. Außerdem beginnt die Aussaat der US-Sojabohnen im Rekordtempo. Mit einer Ausaatfläche von 15% sind die Arbeiten weiter fortgeschritten als imzehnjährigen Mittel üblich (9%). Auch hier wird über eine Rekordernte spekuliert.
Bis die Zahlen der Ernte aus Südamerika vorliegen (Anfang/Mitte Juni) wird sich die Situation kaum verändern. Zu dem Zeitpunk wird ein Preisdruck erwartet, da die Ware auch physisch auf den Markt kommt. In wiefern sich die Preise dadurch verändern ist schwer zu sagen. Es spielt auch der Euro-Kurs eine wichtige Rolle. Spanien, Italien und Portugal haben neben Griechenland auch finanzielle Schwierigkeiten. Raps: In der letzten Woche im April kam es zu einem Großbrand in der Ölmühle Mannheim, welche pro Jahr 1,1-1,2 Millionen Tonn an an Rapssaat gecrasht hat. Dadurch fehlen ca. 58.000to Rapsschrot am Markt PRO MONAT! Vorraussichtlich wird diese Mühle in den nächsten 12 Monaten nicht mehr produzieren können. Und es ist ungewiss ob andere Mühlen den Ausfall auffangen können. Aber es werden trotzdem ca 300to Rapssaat sicher verfügbar sein im Mai,Juni,Juli. In diesem Jahr wird auf 2% mehr Flächen Raps angebaut als im letzten Jahr. Es wird mit einer Ernte von ca 5Mio Tonnen Rapssaat gerechnet. Im Mai wird aufgrund o.g. Tatsachen der Preis erhöht bleiben. => Im Juni entscheidet sich alles, was Preise von Soja und Raps im allgemeinen angeht. Bei der Frage, wie Sie mehr Eiweiß von eigener Fläche erhalten, helfen wir Ihnen gerne weiter!